Italien ist ein sehr komplexes und für den Weinliebhaber aufgrund der Vielfalt auch schwieriges Weinland. Es hat die meisten abgegrenzten Weinberge, Lagen und auch Rebsorten. Besonders hier gilt der Wein als viel mehr als nur ein Getränk; denn kein anderes Land hat so eine ausgeprägte, positive Einstellung zu Genuß.
Der Ursprung des italienischen Weinbaus liegt in Griechenland. Die Griechen brachten viele Rebsorten nach Italien und gaben aufgrund dem für Weinbau geradezu idealem Land den Namen "Oinotria" (Weinland). Durch den Zusammenbruch des Römischen Reiches im 4. Jahrhundert und die Wirren der Völkerwanderung geriet die italienische Weinkultur in Vergessenheit und wurde nur mehr durch Klöster gepflegt.. (Paracelsus)
Um den Weinbau wiederzubeleben, tat Papst Paul III. (1468 - 1549) den französischen Wein in Acht und Bann und ließ detaillierte Übersichten über den damaligen italienischen Wein erstellen. Einen großen Aufschwung im italienischen Weinbau gab es dann wieder zu Beginn der Renaissance im 14. Jahrhundert. Die Basis des heutigen Weinbaus entstand erst im vorigen Jahrhundert, als in der Toskana die Weinzonen für den Chianti festgelegt wurden. Mit über 2.000 verschiedenen Arten hat Italien unbestreitbar die meisten Rebsorten der Welt, nicht wenige davon sind noch griechischen und römischen Ursprungs. Davon sind aber "nur" 400 offiziell zugelassen, wozu alle bekannten europäischen Sorten zählen.
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